Wählen Sie ein KI-Dokumentationswerkzeug nach vier Anforderungen in dieser Reihenfolge: korrekte deutsche Fachsprache, Datenverarbeitung innerhalb der EU mit Auftragsverarbeitungsvertrag, Integration mit Ihrem Dokumentationssystem und menschliche Freigabe jeder Notiz. Der Preis ist das letzte Filter, nicht das erste. Ein Werkzeug, das schlechtes Fachdeutsch schreibt oder Patientendaten außerhalb der EU verarbeitet, kostet mehr an Nacharbeit und Risiko, als die Lizenz spart.

Worauf sollten Sie achten, wenn Sie KI für die Dokumentation wählen?

Bewerten Sie jedes Werkzeug anhand von vier Fragen. Schreibt es korrektes Fachdeutsch? Werden Daten innerhalb der EU mit einem Auftragsverarbeitungsvertrag verarbeitet? Spricht es mit Ihrem Dokumentationssystem? Und gibt eine zugelassene Fachkraft jede Notiz frei, bevor sie in der Akte landet? Testen Sie die Antworten an Ihren eigenen Konsultationen in einer Testphase, nicht an der Demo des Anbieters. Eine Notiz, die Sie anders geschrieben hätten, ist eine Notiz, die Sie korrigieren müssen. Der Preis wird erst relevant, wenn die vier Anforderungen beantwortet sind.

Wie testen Sie, ob das Werkzeug korrektes Fachdeutsch schreibt?

Eine KI-Notiz muss sich in Sekunden lesen, korrigieren und freigeben lassen, nicht neu schreiben. Testen Sie die Sprachqualität an Ihren eigenen Konsultationen, nicht an den Beispielen des Anbieters. Prüfen Sie vier Dinge. Trifft das Werkzeug klinische Begriffe, deutsche Abkürzungen und anatomische Bezeichnungen? Hält es die Struktur einer SOAP-Notiz, sodass Subjektiv, Objektiv, Beurteilung und Plan nicht ineinanderfließen? Verwechselt es links und rechts oder Dosis und Einheit? Und erfindet es Details, die nicht gesagt wurden? Ein generisches, ins Deutsche übersetztes Modell macht mehr solcher Fehler als ein Werkzeug, das für die deutsche klinische Praxis gebaut wurde. Jeden Fehler müssen Sie selbst beim Durchlesen erkennen. People's Clinic ist dänisch-trainiert mit Fokus auf Fachsprache.

Werden Daten innerhalb der EU verarbeitet?

Gesundheitsdaten sind eine besondere Kategorie personenbezogener Daten nach DSGVO Artikel 9 und erfordern ein erhöhtes Schutzniveau. Prüfen Sie drei Dinge beim Anbieter. Wo werden Daten verarbeitet und gespeichert - innerhalb der EU oder werden sie in ein Drittland wie die USA übertragen? Liegt ein Auftragsverarbeitungsvertrag bei, wie es DSGVO Artikel 28 verlangt, wenn ein Anbieter Daten in Ihrem Auftrag verarbeitet? Und welche Unterauftragsverarbeiter sind beteiligt, etwa ein Cloud-Anbieter, und wo sitzen sie? People's Clinic verarbeitet Daten innerhalb der EU (Frankfurt) und liefert einen Auftragsverarbeitungsvertrag als Teil der Einrichtung. Mehr dazu unter Daten und Sicherheit.

Spricht es mit Ihrem Dokumentationssystem?

Ein Werkzeug, das in einem separaten Tab lebt, bedeutet Kopieren-und-Einfügen für jede Notiz - und jede manuelle Übertragung ist eine Chance, die falsche Patientenakte zu treffen. Prüfen Sie, ob das Werkzeug mit Ihrem Dokumentationssystem zusammenarbeitet und was "Integration" konkret abdeckt: Wechseln Sie das Fenster, oder wird die Notiz für Sie übertragen? Bei XMO liegt People's im System, sodass Sie in einem Fenster arbeiten. Die Notiz wird nicht automatisch übertragen - Sie lesen sie durch und fügen sie selbst ein - aber Sie sparen sich den Wechsel zwischen mehreren Programmen. Sehen Sie die aktuellen Integrationen.

Wie werden Einwilligung und Löschung gehandhabt?

Die Dokumentation selbst beruht nicht auf Einwilligung. Sie ist eine Pflicht nach den Dokumentationsvorschriften, und die Verarbeitung der Gesundheitsdaten erfolgt im Rahmen der Patientenbehandlung nach DSGVO Artikel 9 Absatz 2 Buchstabe h. Aber der Patient muss offen darüber informiert werden, dass ein KI-Werkzeug zur Unterstützung der Dokumentation genutzt wird. Fragen Sie den Anbieter konkret: Was wird gespeichert, wie lange, und wann wird es gelöscht? Bei People's Clinic wird die Transkription nach bis zu 90 Tagen gelöscht. Die fertige Notiz liegt in Ihrem Dokumentationssystem unter Ihrer Kontrolle und folgt den üblichen Aufbewahrungsfristen für Patientenakten.

Wer trägt die Verantwortung, und was sagt der AI Act?

Die Verantwortung für die Akte liegt immer bei der zugelassenen Fachkraft. Das ergibt sich aus dem Berufsrecht und kann nicht an ein Werkzeug delegiert werden. Die KI erstellt einen Entwurf - Sie lesen ihn durch, korrigieren und geben ihn frei, und Ihr Name steht auf der Notiz. Das Werkzeug ist ein Assistent, kein Entscheidungsträger. Die KI-Verordnung der EU (EU AI Act) stellt Anforderungen an KI-Systeme, unter anderem zu Transparenz und dazu, dass eine Person die Ausgabe beaufsichtigen kann. Ein gutes Werkzeug macht es leicht, zu sehen und zu korrigieren, was die KI vorschlägt, bevor etwas Teil der Akte wird. Fragen Sie den Anbieter, wie die menschliche Kontrolle in den Arbeitsablauf eingebaut ist.

Können Sie es erst ausprobieren?

Testen Sie, bevor Sie sich binden. Eine Testphase lässt Sie Sprache, Sicherheit und Integration an Ihrem eigenen Alltag bewerten, nicht an einem Demo-Bild. Setzen Sie es bei einem Ausschnitt Ihrer eigenen Konsultationsarten ein - eine akute Anfrage, eine Chronikerkontrolle, eine Telefonkonsultation - und sehen Sie, wie viel Sie korrigieren. People's Clinic hat eine Testphase von 30 Tagen. Sie registrieren sich mit Karte, können aber vor dem Einzug der Zahlung kündigen - so zahlen Sie nichts, wenn Sie in der Testphase kündigen. Sehen Sie die Preise, oder fragen Sie den Support, wenn Sie unsicher sind.

Dieser Leitfaden ist eine allgemeine Orientierung, keine Rechtsberatung. Sind Sie über die Situation Ihrer Klinik unsicher, holen Sie konkrete Beratung ein. Zuständige Behörden sind das Datatilsynet und die Styrelsen for Patientsikkerhed. Lesen Sie auch den Leitfaden dazu, ob KI-Dokumentation in Dänemark erlaubt ist.